Umweltmedizin

Ein Baum inmitten einer Wiese.

Die Lehre von der Diagnostik und Behandlung umweltbedingter Erkrankungen

Viele Patienten, die zur Behandlung in meine Praxis kommen, leiden an den vielfältigsten Symptomen. Manche möchten eine chronische Entzündung loswerden, andere haben das Anliegen, endlich die Ursache für ihre Beschwerden zu finden. Es kann sein, dass diese Patienten an Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und körperlichen Symptomen wie Haarausfall und Magen-Darm-Beschwerden leiden.
Oft wurden sie schon durchdiagnostiziert, ohne dass eine auslösende Ursache gefunden wurde. Hinter diesen sogenannten multiformen Krankheitsbildern können sich umweltbedingte Erkrankungen verstecken.

Folgende Ursachen können hinter umweltbedingten Erkrankungen stecken

Trinkwasser

Im Trinkwasser können viele Schadstoffe einhalten sein. Häufiges Problem ist Nitrit, das im Körper zu krebserregendem Nitrosamin umgewandelt werden kann. Auch Pestizide, Arzneimittelrückstände, Schwermetalle oder radioaktive Substanzen können manchmal nachgewiesen werden.

Elektrosmog

Elektrosmog ist zum einen hochfrequenter Elektrosmog wie W-LAN, Mobiltelefon, Mobilfunkmasten und mittlerweile auch bei Unterhaltungselektronik. Dabei wird noch zwischen gepulster und ungepulster Strahlung auf unterschiedlichen Frequenzen unterschieden, allerdings ist dies eine Sache des Baubiologen um genaue Messungen durchzuführen und Maßnahmen zu ergreifen.
Elektrosmog ist aber auch niederfrequenter Elektrosmog, wie Bahnstrom, Hochspannungsleitungen, in Haushaltsgeräten und in Stromleitungen.
Bei sensiblen Menschen kann dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bei Verdacht auf eine Elektrosmogbelastung verweise ich an Baubiologen, um die Ursachen zu finden und diese im besten Falle abzustellen.

Wohngifte

Belastungen mit Wohngiften wie Lösemitteln, Formaldehyd, Weich­macher und Holzschutzmittel sind gar nicht selten. Man findet sie sowohl in alten wie auch in neuen Wohnbauten. Möbel, Wandfarben, Bodenbeläge und Teppiche können auslösende Stoffe enthalten. Ein typisches Beispiel sind Spanplatten die Formaldehyd enthalten. Formaldehyd wird mittels Urintest diagnostiziert, was ich leider auch schon häufig bei Kindern gesehen habe.

Schwermetallbelastungen

Schwermetallbelastungen können sein: Quecksilber durch Amalgamfüllungen (auch wenn diese bereits entfernt wurden), Blei, Kupfer und andere. Die Diagnostik sollte über Laboranalysen erfolgen um genaue Werte zu erhalten.

Zahnersatzmaterialien

Menschen können auf Dentalstoffe reagieren. Bei Verdacht oder abgeschlossener Diagnostik überweise ich an einen Zahnarzt bzw. Kieferchirurgen.

Schimmelbelastungen

Schimmel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz kann unterschiedliche Symptome auslösen, meist allgemeines Unwohlsein, erhöhte Allergiebereitschaft und Reizungen der Atmungsorgane und andere Schleimhäute.

Kleidung

Bei dem Anbau von Baumwolle werden häufig Pestizide eingesetzt, und bei der Weiterverarbeitung kommt regelmäßig Formaldehyd, Glyoxal oder Chlorverbindungen zum Einsatz. Farbstoffe sind häufig schwermetallhaltig.

Auto

Neugekaufte Autos können noch eine geraume Zeit Weichmacher aus den Kunststoffen ausgasen.

Luftschadstoffe

Auch die Luft, die wir atmen, ist nicht immer gesund. Neben Stickoxiden, Kohlenmonoxid, Benzol uns Schwefeldioxid, können auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten sein.

Umweltmedizin Diagnostik

Darmerkrankungen, Allergien, Neurodermitis, Erschöpfungszuständen, Infektanfälligkeit und Atemwegserkrankungen können umweltbedingt sein. Bei Verdacht auf umweltmedizinische Erkrankungen werden entsprechende Laboruntersuchungen angeraten. Dies können Analysen aus Blut-, Urin und Stuhl sein. Ich arbeite dabei mit mehreren umweltmedizinischen Laboren zusammen.

Bei Verdacht auf Schadstoffe zuhause oder am Arbeitsplatz sollten die Quellen gefunden werden, da es sonst immer wieder zu neuen chronischen Intoxikationen (Vergiftungen) kommt.
In meiner Praxis hatte ich Patienten, die nach entsprechender Diagnosestellung Belastungsursachen am Arbeitsplatz, zu Hause oder auch an Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs (Elektrogeräte, Kinderspielzeug) gefunden haben, meist mit der Hilfe von Umweltlaboren.
Bei der Umweltmedizin muss die individuelle Empfindlichkeit des Betroffenen berücksichtigt werden.

Hier sehen Sie eine Laboruntersuchung bei Verdacht auf Quecksilberbelastung. Der Patient kam wegen chronischer Müdigkeit, psychischer Symptome und einem Reizdarmsyndrom. Durch die Quecksilberbelastung ist der Kupferwert hier sehr hoch, da dieser reflektorisch eingelagert wird. Nach der Quecksilberausleitung konnte mit Naturheilkundeverfahren weiter behandelt werden.

Eine Quecksilberausleitung sollte mittels Labordiagnostik kontrolliert werden.

Laboranalyse zur Quecksilberausleitung

Umweltmedizin Therapie

Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, die auslösenden Ursachen zu finden, zu behandeln und abzustellen. Da es in der Umweltmedizin viele verschiedene Auslöser gibt, ist auch die Therapie individuell. Folgeerscheinungen einer Belastung werden mit Naturheilverfahren behandelt.

Drei Fläschen mit Blütenextrakten